Abschlussprüfungen - Zulassung zur Prüfung

Fragen rund um die Zulassung zur Prüfung gemäß § 11 PflAPrV

 

  • Warum wird auch das dritte Jahreszeugnis für die Zulassung zur Prüfung benötigt?
    Antwort: Für die Prüfungszulassung ist es erforderlich, dass die Durchschnittsnote der Jahreszeugnisse im berufsbezogenen Bereich mindestens „ausreichend“ beträgt. Diese kann nur aus allen drei Jahreszeugnissen ermittelt werden.

    Aus den drei Jahreszeugnissen wird nicht nur die Durchschnittsnote, die für die Prüfungszulassung erforderlich ist, ermittelt, sondern auch die Vornoten für die drei Prüfungsteile.

 

  • Müssen bis zum Einreichen der Unterlagen alle Curricularen Einheiten (CE) abgeschlossen sein, um das dritte Jahreszeugnis zu erstellen?
    Antwort: Ja. Leistungen im berufsbezogenen Lernbereich, die nach Erteilung des dritten Jahreszeugnisses erbracht werden, können nicht mehr berücksichtigt werden. Das dritte Jahreszeugnis muss spätestens mit dem Antrag auf Zulassung vorliegen.

 

  • Gibt es im dritten Ausbildungsjahr ein Halbjahreszeugnis?

    Antwort: Nein. Es gibt lediglich ein Jahreszeugnis.

    Auch in den anderen Ausbildungsjahren werden keine Halbjahreszeugnisse erteilt. Dies gilt ebenfalls für den berufsübergreifenden Bereich.

 

  • Wie wird die Durchschnittsnote ermittelt?
    Antwort: Die Durchschnittsnote ist das arithmetische Mittel der sechs Noten aus den berufsbezogenen Bereichen (jeweils drei Noten für den theoretischen Unterricht und drei Noten für die praktische Ausbildung).

 

  • Wie werden die Vornoten für die einzelnen Prüfungsteile ermittelt?
    Antwort:
    Die Vornoten für die mündliche und schriftliche Prüfung werden aus dem arithmetischen Mittel der Noten des berufsbezogenen Unterrichts ermittelt. Beide Vornoten sind identisch.

    Die Vornote für die praktische Prüfung wird aus dem arithmetischen Mittel der Noten der praktischen Ausbildung ermittelt.

 

  • Können zu prüfende Personen, denen die Zulassung wegen zu hoher Fehlzeiten im Unterricht nicht erteilt wurde, diese im nachfolgenden Ausbildungsdurchgang nachholen?
    Antwort: Nur die Teile (Stunden) der Ausbildung, die nicht als Fehlzeit nach § 13 Abs. 1 PlfBG angerechnet werden konnten und nicht als Härtefall nach § 13 Abs. 2 PflBG anerkannt wurden, müssen nachgeholt werden. Dies geschieht in der Regel im nachfolgenden dritten Ausbildungsjahr.

 

  • Kann ein Ausbildungsjahr – beispielsweise das zweite – freiwillig wiederholt werden?
    Antwort:
    Nein. Das freiwillige Wiederholen eines Ausbildungsjahres ist ausgeschlossen. Die Dauer der Ausbildung ist im Ausbildungsvertrag – in der Regel auf drei Jahre – festgelegt und kann nur im Fall der Nichtzulassung zur Prüfung oder bei Nichtbestehen der Prüfung um maximal ein Jahr verlängert werden.

 

  • Wann können sich Auszubildende, die wegen Fehlzeiten nicht zur Prüfung zugelassen worden sind, erneut zur Prüfung anmelden?
    Antwort: Sobald die Fehlzeiten nachgeholt wurden, kann erneut die Zulassung zur Prüfung beantragt werden. Der Zeitpunkt der Durchführung außerhalb des eigentlichen Prüfungsdurchgangs orientiert sich an den schulorganisatorischen Strukturen. Die Prüfung sollte zeitnah realisiert werden.

 

  • Ist eine Verlängerung der Ausbildung auch schon vor Prüfungszulassung möglich, wenn also im zweiten Ausbildungsjahr schon zu hohe Fehlzeiten bestehen?
    Antwort: Nein.

 

  • Was passiert, wenn die zulässigen Fehlzeiten überschritten sind?
    Antwort:
    Die zu prüfende Person kann gegebenenfalls eine besondere Härte geltend machen. Der sog. Härtefallantrag ist von der zu prüfenden Person schriftlich bei der zuständigen Behörde zu stellen (06a Härtefallantrag Fehlzeiten – PflBG). Er ist über die Schule an das RLSB zu richten.

 

  • Kann die Zulassung auch wieder entzogen werden, wenn die erlaubte Fehlzeit nach erfolgter Zulassung überschritten wird?
    Antwort: Ja. Entstehen nach erfolgter Prüfungszulassung vor Beginn des ersten Prüfungsteils weitere Fehlzeiten, die dazu führen, dass die Mindeststundenzahl nicht erreicht wird, so kann die Zulassung widerrufen werden.Das zuständige RLSB ist über die weiteren Fehlzeiten umgehend zu informieren.

 

  • Werden im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entstandene Fehlzeiten (etwa infolge von Quarantäne-Regelungen) angerechnet?
    Antwort:
    Fehlzeiten, die aufgrund von Quarantänemaßnahmen infolge einer Infektion mit dem SARS-CoV 2-Virus entstanden sind, hat die zu prüfende Person nicht zu vertreten; sie sind daher nach § 13 Abs. 1 Nr. 2 PflBG in dem dort festgelegten Umfang anrechenbar.

    Soweit eine Corona-bedingte Quarantänemaßnahme dazu führt, dass die anrechenbaren Fehlzeiten nach § 13 Abs. 1 PflBG überschritten werden, muss die zu prüfende Person einen Härtefallantrag nach § 13 Abs. 2 PflBG stellen.

 

  • Ist die Vorlage eines Führungszeugnisses im Rahmen der Prüfung beziehungsweise im Rahmen der Prüfungszulassung erforderlich?
    Antwort: Für die Prüfungszulassung ist die Vorlage eines Führungszeugnisses nicht erforderlich.

    Allerdings wird ein Führungszeugnis für die Erteilung der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung, die beim Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie (Nds. LS) zu beantragen ist, benötigt. Diesbezügliche Fragen sind an das Nds. LS zu richten.

 

Differenzierte Verfahrenshinweise zur Prüfung sowie die erforderlichen Dokumente finden Sie im kennwortgeschützten Bereich unter dem Menüpunkt 'Dokumente'.

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Bearbeitet von: Andreas Fehn     letzte Änderung 2022-05-18T10:16:53+02:00