Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen

Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent, Erzieher/Erzieherin, Heilerziehungspfleger/Heilerziehungspflegerin, Heilpädagoge/Heilpädagogin

Sie haben im Ausland eine Berufsqualifikation als 

  • Sozialpädagogische Assistentin / Sozialpädagogischer Assistent
  • Erzieherin / Erzieher
  • Heilerziehungspflegerin / Heilerziehungspfleger
  • Heilpädagogin / Heilpädagoge

 erworben und möchten in Niedersachsen tätig werden?

 

Dann gilt folgendes Verfahren:

Da es sich um reglementierte Berufe handelt, müssen Sie die Gleichwertigkeit Ihrer im Ausland abgeschlossene Berufsqualifikation mit einem der folgenden hiesigen Ausbildungen beantragen, da es sich um reglementierte Berufe handelt:

  • staatlich geprüfte Sozialpädagogische Assistentin / staatlich geprüfter Sozialpädagogischer Assistent
  • staatlich anerkannte Erzieherin / staatlich anerkannter Erzieher
  • staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin / staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger
  • staatlich anerkannte Heilpädagogin / staatlich anerkannter Heilpädagoge (nur Weiterbildung an einer Fachschule - für die Ankerkennung eines Hochschulabschluss als Heilpädagogin/Heilpädagoge wenden Sie sich bitte an die Hochschule Hannover: https://www.hs-hannover.de/)

Damit die Anerkennung der im Ausland erlangten Berufsqualifikation erfolgen kann, müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • die erlangte Berufsqualifikation berechtigt in dem Land, in dem sie erlangte wurde, zur Ausübung vergleichbarer beruflicher Tätigkeiten wie die o.g . Berufe und
  • es bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen der im Herkunftsland erlangten Berufsqualifikation und der entsprechenden niedersächsischen Berufsausbildung.

Informationen zu den niedersächsischen Ausbildungen finden Sie unter folgendem Link:
https://www.nibis.de/berufe-und-schulformen_2691

bzw. für die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin /zum Heilerziehungspfleger unter
https://www.nibis.de/berufe-und-schulformen_2900 (Heilziehungspfleger/-in)

Wo erhalten Sie weitere Informationen oder eine Beratung?

Wir empfehlen Ihnen, sich vor Antragstellung auch von anderen Stellen umfassend beraten zu lassen. Nutzen Sie z. B. folgende Beratungsangebote und fragen Sie dort ggf. auch nach Finanzierungsmöglichkeiten:

Einen virtuellen Sprachkurs für Menschen in pädagogischen Berufen  bietet das IQ-Netzwerk Niedersachsen an:
https://www.ibb.com/info/migrantinnen-und-migranten/iq-netzwerk-niedersachsen-virtueller-sprachkurs-fuer-paedagoginnen-und-paedagogen

Wo stellen Sie den Antrag und welche Unterlagen sind erforderlich?

Den Antrag auf Bewertung können Sie beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Lüneburg stellen, wenn Sie in Niedersachsen wohnen.

Bitte verwenden Sie für die Antragstellung das bereitgestellte Antragsformular. Senden Sie den Antrag bitte ausgefüllt und unterschrieben zusammen mit folgenden Unterlagen in Papierform per Post an die im Antragsformular angegebene Adresse:

  1. Eigenhändig unterschriebene tabellarische Darstellung mit Angaben über den schulischen und beruflichen Werdegang in deutscher Sprache
  2. Amtlich beglaubigte Kopie des Zeugnisses über den Schulabschluss
  3. Amtlich beglaubigte Kopien der Ausbildungsnachweise in Originalsprache und als deutsche Übersetzung:
    1. Abschlussdokumente (z. B. Diplom) ggf. einschließlich Anlage in Originalsprache und als deutsche Übersetzung
    2. Nachweise über Ausbildungsinhalte (Fächertafel, ggf. Erläuterungen und curriculare Vorgaben etc.) in Originalsprache und als deutsche Übersetzung
    3. Bescheinigung von der zuständigen Stelle, dass Sie im Ausbildungsstaat unmittelbar zur Ausübung des Berufs berechtigt sind in Originalsprache und als deutsche Übersetzung.
  4. Amtlich beglaubigte Kopien der Nachweise über einschlägige Berufserfahrungen im In- oder Ausland in Form von Arbeitszeugnissen/Arbeitsbüchern in der Originalsprache und als deutsche Übersetzung. Die Nachweise sollten Auskunft über die Tätigkeiten und den Tätigkeitsumfang geben können.
  5. Identitätsnachsweis (Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltstitel)

Amtliche Beglaubigungen erstellen Städte, Gemeinden, Samtgemeinden und Landkreise sowie Notare.

Für die Unterlagen in nicht-deutscher Sprache sind zusätzlich Übersetzungen in deutscher Sprache erforderlich. Für Zeugnisse in englischer Sprache ist keine Übersetzung erforderlich. Die Übersetzungen sind von einer/einem in Deutschland öffentlich bestellten/beeidigten Übersetzerin/Übersetzer zu erstellen oder zumindest zu bestätigen. Eine Übersicht der in Deutschland ermächtigten Übersetzerinnen und Übersetzer finden Sie online unter www.justiz-dolmetscher.de

Ohne die Vorlage dieser Unterlagen ist eine Bearbeitung nicht möglich.

Für die Ausstellung einer Gleichwertigkeitsbescheinigung wird eine Gebühr in Höhe von 100 bis 200 Euro erhoben. Sie können einen Antrag auf  Befreiung von der Zahlung der Gebühr stellen, weil Sie z. B. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes o. Ä. beziehen oder sich z.B. innerhalb eines FSJ oder dem BFD engagieren; ein entsprechender Nachweis ist in diesem Fall vorzulegen (z.B. Kopie des letzten Leistungsbescheides) - siehe Ziffer 5 des Antragsformulars.

 

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Bearbeitet von: Anke Knoll     letzte Änderung 2021-07-16T09:26:05+02:00