Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen

Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent, Erzieher/Erzieherin, Heilerziehungspfleger/Heilerziehungspflegerin, Heilpädagoge/Heilpädagogin

Sie haben im Ausland eine Berufsqualifikation als 

  • Sozialpädagogische Assistentin / Sozialpädagogischer Assistent
  • Erzieherin / Erzieher
  • Heilerziehungspflegerin / Heilerziehungspfleger
  • Heilpädagogin / Heilpädagoge

 erworben und möchten in Niederschsen tätig werden?

 

Dann gilt folgendes Verfahren:

Da es sich um reglementierte Berufe handelt, müssen Sie die Gleichwertigkeit Ihrer im Ausland abgeschlossene Berufsqualifikation mit einem der folgenden hiesigen Ausbildungen beantragen, da es sich um reglementierte Berufe handelt:

  • staatlich geprüfte Sozialpädagogische Assistentin / staatlich geprüfter Sozialpädagogischer Assistent
  • staatlich anerkannte Erzieherin / staatlich anerkannter Erzieher
  • staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin / staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger
  • staatlich anerkannte Heilpädagogin / staatlich anerkannter Heilpädagoge (Abschluss an einer Fachschule) 

 

Wo erhalten Sie weitere Informationen oder eine Beratung?

Wir empfehlen Ihnen, sich vor Antragstellung auch von anderen Stellen umfassend beraten zu lassen. Nutzen Sie z. B. folgende Beratungsangebote und fragen Sie dort ggf. auch nach Finanzierungsmöglichkeiten:

 

Wo stellen Sie den Antrag und welche Unterlagen sind erforderlich?

Den Antrag auf Bewertung können Sie beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Lüneburg stellen, wenn Sie in Niedersachsen wohnen.

Bitte verwenden Sie für die Antragstellung das bereitgestellte Antragsformular. Senden Sie den Antrag bitte ausgefüllt und unterschrieben zusammen mit folgenden Unterlagen in Papierform per Post an die im Antragsformular angegebene Adresse:

  1. vollständiger, eigenhändig unterschriebener, tabellarischer Lebenslauf mit Angaben über den schulischen und beruflichen Werdegang

  2. Ausbildungsnachweise (Abschlussdokumente, Fächertafel, ggf. Erläuterungen und curriculare Vorgaben etc.) in Originalsprache und Übersetzung

  3. Nachweise über einschlägige Berufserfahrungen im In- oder Ausland in Form von Arbeitszeugnissen/Arbeitsbüchern in der Originalsprache und als deutsche Übersetzung. Die Nachweise sollten Auskunft über die Tätigkeiten und den Tätigkeitsumfang geben können

  4. Bescheinigung von der zuständigen Stelle, dass man im Ausbildungsstaat unmittelbar zur Ausübung des Berufs berechtigt ist, in Originalsprache und Übersetzung

  5. Identitätsnachweis: Personalausweis oder Reisepass
    Bei ausländischer Staatsangehörigkeit aus Drittstaaten einschließlich einer gültigen Aufenthaltsberechtigung

  6. Sofern Wohnsitz in Deutschland: Meldebescheinigung

  7. Nachweis über die Namensänderung (nur, wenn die Namensänderung icht aus dem Identitätsnachweis hervorgeht),  z.B. Heiratsurkunde/Familienbuch in Originalsprache und Übersetzung

  8. Deutsche Aussiedlerinnen und Aussiedler:
    Ausweis gem. § 15 BVFG bzw. Bescheinigung nach § 15 BVFG (Bundesvertriebenengesetz)

  9. Staatsangehörige aus dem nicht-EU-Ausland bzw. nicht-gleichgestellten Staaten, wenn noch kein Wohnsitz in Deutschland vorhanden:
    Nachweis über die Absicht in Deutschland arbeiten zu wollen (z. B. durch Beantragung eines Einreisevisums zur Erwerbstätigkeit, Kontaktaufnahme mit potentiellen Arbeitgebern/Arbeitgeberinnen etc.)

  10. Wenn vorhanden: Nachweis über Sprachkenntnisse

Für die Unterlagen in nicht-deutscher Sprache sind zusätzlich Übersetzungen in deutscher Sprache erforderlich. Für Zeugnisse in englischer Sprache ist keine Übersetzung erforderlich. Die Übersetzungen sind von einer/einem in Deutschland öffentlich bestellten/beeidigten Übersetzerin/Übersetzer zu erstellen oder zumindest zu bestätigen. Eine Übersicht der in Deutschland ermächtigten Übersetzerinnen und Übersetzer finden Sie online unter www.justiz-dolmetscher.de

Die Unterlagen sind als amtliche Beglaubigungen vorzulegen. Beglaubigungen erstellen Behörden, beispielsweise Stadt- und Gemeindeverwaltungen.

Ohne die Vorlage dieser Unterlagen ist eine Bearbeitung nicht möglich.

Für die Ausstellung einer Gleichwertigkeitsbescheinigung wird eine Gebühr in Höhe von 100 bis 200 Euro erhoben. Sie können einen Antrag auf  Befreiung von der Zahlung der Gebühr stellen, weil Sie z. B. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes o. Ä. beziehen oder sich z.B. innerhalb eines FSJ oder dem BFD engagieren; ein entsprechender Nachweis ist in diesem Fall vorzulegen (z.B. Kopie des letzten Leistungsbescheides) - siehe Ziffer 6 des Antragsformulars.

 

Artikelaktionen

Bearbeitet von: Anke Knoll     letzte Änderung 2021-02-17T12:54:47+01:00