Abschlussprüfungen - Zusammensetzung des Prüfungsausschusses

Fragen zur Zusammensetzung und zu Aufgaben des Prüfungsausschusses gemäß § 10 PflAPrV

 

  • Wer kann vorsitzende Person des Prüfungsausschusses sein?
    Antwort: Nachstehend bezeichnete Personen kommen als vorsitzende Person in Betracht -
    1.  Dezernentinnen und Dezernenten der RLSB
    2. Fachberaterinnen und Fachberater im Auftrag der RLSB
    3. Vom RLSB Braunschweig als zuständiger Behörde mit der Wahrnehmung des Prüfungsvorsitzes beauftragte Personen („Pool“ der PV)  

Schulen können weitere in Frage kommende vorsitzende Personen des Prüfungsausschusses, die noch nicht im „Pool“ der PV sind, dem RLSB Braunschweig vorschlagen, das dann über eine Aufnahme in den „Pool“ kurzfristig entscheidet.

 

  • Kann die Schulleitung einer Pflegeschule gleichzeitig die Position der vorsitzenden Person des Prüfungsausschusses innehaben?
    Antwort: Nein.

    Sofern die Schulleitung einer Pflegeschule in der Funktion der Schulleitung (sowohl als Mitglied als auch als Stellvertretung) in den Prüfungsausschuss bestellt wurde, kann sie nicht gleichzeitig die Funktion der vorsitzenden Person des Prüfungsausschusses bzw. der Stellvertretung der vorsitzenden Person des Prüfungsausschusses wahrnehmen.

    Gleiches gilt, wenn die Abteilungsleitung einer BBS in der Funktion der Schulleitung in den Prüfungsausschuss bestellt wurde – auch sie kann nicht gleichzeitig vorsitzende Person des Prüfungsausschusses oder Stellvertretung der vorsitzenden Person des Prüfungsausschusses sein.

 

  • Über welche Qualifikation müssen die Fachprüferinnen und Fachprüfer sowie die praxisanleitenden Personen verfügen?
    Antwort: Als Fachprüferinnen und Fachprüfer dürfen nur Lehrkräfte eingesetzt werden, die die Anforderungen nach § 9 PflBG bzw. § 65 PflBG erfüllen.

    Praxisanleitende Personen müssen folgende Anforderungen nach § 4 Abs. 2 und 3 PflBG erfüllen:
    1. Berufserlaubnis nach KrPflG, AltPflG oder PflBG,
    2. Berufserfahrung von mindestens 1 Jahr in Vollzeit,
    3. berufspädagogische Zusatzqualifikationen im Umfang von mindestens 300 Stunden

      und

    4. berufspädagogische Fortbildung im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich und kontinuierlich.

 

  • Dürfen Lehrkräfte, die sich noch in der pädagogischen Ausbildung befinden, als Fachprüferinnen und Fachprüfer in den Prüfungsausschuss bestellt werden, um die mündliche, praktische und schriftliche Prüfung abzunehmen?
    Antwort: Nein. Diese Personen erfüllen die Anforderungen nach § 9 PflBG bzw. § 65 PflBG nicht.

 

  • Dürfen Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter, die sich in der Qualifikation befinden, in den Prüfungsausschuss bestellt werden, um die praktische Prüfung abzunehmen?
    Antwort: Nein. Diese Personen erfüllen die Anforderungen nach § 4 Abs. 2 und 3 PflAPrV nicht.

 

  • Kann die Schulleitung einer Pflegeschule gleichzeitig die Aufgaben einer Fachprüferin beziehungsweise eines Fachprüfers übernehmen?
    Antwort:
    Die Person, die in der Funktion der Schulleitung in den Prüfungsausschuss bestellt wird, kann gleichzeitig Fachprüferin bzw. Fachprüfer sein, sofern sie über die entsprechende fachliche Qualifikation als Lehrkraft verfügt (zur Qualifikation von Fachprüferinnen und Fachprüfern siehe Frage 3).

    In diesem Fall muss die betreffende Person jedoch auch in beiden Funktionen (als Schulleitung und als Fachprüferin/Fachprüfer, ggf. auch als stellvertretende/r Fachprüferin/Fachprüfer) in den Prüfungsausschuss bestellt werden, so dass die Person mindestens zweimal (im Falle einer Bestellung auch als Stellvertretung dreimal) im Vorschlag der Pflegeschule zur Besetzung des Prüfungsausschusses benannt werden muss.

    Nur wenn die Schulleitung auch als Fachprüferin beziehungsweise Fachprüfer in den Prüfungsausschuss bestellt wurde, kann sie als solche tatsächlich prüfen.

    Gleiches gilt für die Abteilungsleitung einer BBS, die in der Funktion der Schulleitung in den Prüfungsausschuss bestellt wird.

 

  • Wann erfahren die Pflegeschulen, wer den Prüfungsvorsitz stellt?
    Antwort:
    Die Schulen sprechen in der Planungsphase der Prüfung mit der für sie zuständigen Dezernentin beziehungsweise dem für sie zuständigen Dezernenten des RLSB ab, ob der Prüfungsvorsitz durch eine Vertreterin bzw. einen Vertreter des zuständigen RLSB (Dezernent/in oder Fachberater/in) übernommen werden soll.

    Soweit dies nicht der Fall ist, wählen die Pflegschulen eine Person aus den möglichen vorsitzenden Personen des „PV-Pools“ aus und fragen bei dieser Person an und sprechen die Prüfungstermine, insbesondere die Termine der mündlichen Prüfung, ab.

    Die Schule trägt dann die in Frage kommende vorsitzende Person in das Dokument "01d Besetzung des Prüfungsausschusses – PflBG" ein.

    Erst mit dem Schreiben des zuständigen RLSB an die Pflegeschule, in dem die Bestellung des gesamten Prüfungsausschusses – in aller Regel wie von der Pflegeschule vorgeschlagen – erfolgt, wird die Schule auch formal über die Person, die den Prüfungsvorsitz wahrnehmen wird, endgültig informiert.

     

     

    Differenzierte Verfahrenshinweise zur Prüfung sowie die erforderlichen Dokumente finden Sie im kennwortgeschützten Bereich unter dem Menüpunkt 'Dokumente'.

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Bearbeitet von: Andreas Fehn     letzte Änderung 2022-05-18T10:16:27+02:00