Abschlussprüfungen - schriftlicher Teil

Fragen zum schriftlichen Teil der Prüfung gemäß § 14 PflAPrV

 

  • Ist es zulässig, dass mehrere Pflegeschulen gemeinsam Vorschläge für die Aufsichtsarbeiten erstellen und nutzen?
    Antwort: Ja. Nach Rücksprache mit dem zuständigen RLSB können mehrere Pflegeschulen gemeinsam vorgeschlagene Aufsichtsarbeiten durchführen, die an den betreffenden Schulen jeweils zeitgleich stattfinden müssen.

 

  • Gibt es Vorgaben dazu, in welchen Abständen die einzelnen Prüfungsteile (schriftlich; praktisch; mündlich) durchgeführt werden müssen?
    Antwort: Nein. Lediglich für die Anfertigung der Aufsichtsarbeiten gibt § 14 Abs. 3 Satz 2 PflAPrV vor, dass diese in der Regel an drei aufeinanderfolgenden Werktagen durchzuführen sind. Dies bedeutet, dass grundsätzlich drei direkt aufeinanderfolgende Werktage für die drei Aufsichtsarbeiten zu wählen sind (z.B. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag). Ausnahmen hiervon sind nur im Einzelfall und unter besonderen Umständen möglich.

 

  • Kann für Menschen mit Migrationshintergrund, die nicht über ausreichende Kompetenzen in der deutschen Sprache verfügen, ein Nachteilsausgleich gewährt werden?
    Antwort: Nein.
    Nachteilsausgleiche können nur im Falle des Vorliegens von Behinderungen beziehungsweise Beeinträchtigungen gewährt werden, die außerhalb der durch die jeweilige Prüfung zu ermittelnden Fähigkeiten liegen und das Prüfungsergebnis negativ beeinflussen können. Mangelnde Kenntnisse der deutschen Sprache stellen gerade nicht eine solche Beeinträchtigung dar, weil zu den zu prüfenden Fähigkeiten auch die für die Ausübung des Berufs erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache zählen.

 

  • Welche Folgen hat es, wenn sich die zu prüfende Person zum Prüfungstermin verspätet?
    Antwort:
    Ein verspätetes Erscheinen zur Prüfung ist wie ein Versäumen des Prüfungstermins zu behandeln (vgl. § 21 PflAPrV). Die zu prüfende Person muss den Grund für die Verspätung unverzüglich schriftlich darlegen, damit die vorsitzende Person des Prüfungsausschusses über die Versäumnisfolgen entscheiden kann.

    Dies gilt nicht nur für den mündlichen und praktischen Teil der Prüfung, sondern insbesondere für den schriftlichen Teil der Prüfung. In keinem Fall darf die zu prüfende Person später mit der Aufsichtsarbeit beginnen und diese entsprechend später abgeben, da sonst die anderen zu prüfenden Personen bei der Anfertigung ihrer Aufsichtsarbeit gestört werden, Dies würde zu einer nicht rechtmäßig abgelaufenen schriftlichen Prüfung aller Prüfungsteilnehmenden führen, weil das Gebot der Chancengleichheit verletzt wäre.

 

Differenzierte Verfahrenshinweise zur Prüfung sowie die erforderlichen Dokumente finden Sie im kennwortgeschützten Bereich unter dem Menüpunkt 'Dokumente'.

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Bearbeitet von: Andreas Fehn     letzte Änderung 2022-05-18T10:16:36+02:00